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Camino de Santiago

Jakobswegreise Camino Francés: ab Roncesvalles bis Santiago 790 km / 40 Tage

Jakobswegreise Camino Francés: ab Roncesvalles bis Santiago 790 km / 40 Tage

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Reisecode: CFR 138

Dein Reiseerlebnis

Wir organisieren deine Jakobswegreise auf dem Camino Francés ab Roncesvalles bis Santiago de Compostela. Der Camino Francés ist der bekannteste der Jakobswege. Auf fast 800 km durchläufst du in fast 6 Wochen die unterschiedlichsten Landschaftsregionen. Du kommst durch einige interessante und geschichtsträchtige Städte, die dich sicher faszinieren werden. Mit dem Einstieg in Roncesvalles hast du die Überquerung der Pyrenäen gespart. Der Autor Herbert Noack, Jahrgang 1961, ist leidenschaftlicher Jakobspilger. Von 2002 bis 2017 waren er und seine Frau auf dem Jakobsweg von ihrer Haustür ab bis Santiago de Compostela unterwegs. Für die knapp 2500 km benötigten sie etwas mehr als fünfzehn Jahre. Die Idee für seine Jakobsweg-Trilogie kam ihm in Le Puy in der Kirche Notre Dame. Endlich wusste er, wohin mit seinen vielen Erlebnissen und verpackte sie in einen äußerst spannenden Rahmen. Mit der Vollendung seiner Albtraum Jakobsweg-Trilogie ging für ihn ein weiterer Traum in Erfüllung.
Wenn du Lust hast, den Jakobsweg einmal anders kennenzulernen, schau doch einfach mal in die Bücher hinein. Vieles wird dir bekannt vorkommen auf dem Schwabenweg oder der Via Gebennensis, der Via Podiensis, dem Camino Aragones und zum Schluss auf dem Camino Francés. Allerdings wirst du froh sein, dass du nicht solche Abenteuer erleben musstest wie Franz und Sarah. Die erfuhren einen ganz anderen Jakobsweg als alle anderen Pilger, die den Weg seit uralten Zeiten jemals gegangen waren …

Buche jetzt deine Jakobswegreise auf dem Camino Francés ab Roncesvalles bis Santiago de Compostela. Bei uns ist der Gepäcktransport immer inklusive!

Eine ausführliche Tag für Tag Beschreibung, der Jakobswegreise auf dem Camino Francés, findest du oben unter dem ‚Reiter‘ Tour Plan oder unter folgendem Link zum downloaden und ausdrucken.

Tägliche Anreise möglich, ganzjährig buchbar
Beste Reisezeit: April bis Oktober
01.11.-31.03. Gepäcktransport auf Anfrage
Anforderung: Mittelschwer

Reisepreis pro Person im Doppelzimmer ab 2.779,00€
Reisepreis pro Person im Einzelzimmer ab 4.299,00€

Eingeschlossene Leistungen:

• 39 Übernachtungen mit Frühstück im Doppelzimmer oder Einzelzimmer mit Dusche/WC
• Einfache, ordentliche, landestypische Unterkünfte
• Täglicher Gepäcktransport von Unterkunft zu Unterkunft
(1 Gepäckstück à max. 20 kg)
• bei Buchung einer Zusatznacht in Santiago ca. 1-stündige Stadtführung inklusive
• Käseverkostung in einer Käserei in der Altstadt Santiago (außer sonntags)
• 1 Pilgerausweis und 1 Pilgermuschel pro Person
• Infopaket mit Hoteladressen, Kartenmaterial bzw. Reiseführer pro Zimmer
• Deutschsprachiger telefonischer Notfallkontakt vor Ort 24/7 erreichbar

Schild im Rioja Gebiet

Zubuchbare Leistungen:

Zusatznächte

In allen genannten Orten auf Anfrage

Dreibettzimmer

15% Ermäßigung für die dritte Person

Halbpension

23,00€ pro Person und pro Nacht

Transfer für max. 3 Personen

Pamplona Flughafen - Roncesvalles auf Anfrage

Transfer für max. 3 Personen

Santiago – Santiago Flughafen 33,00€

Transfer

Zwischen den Etappen auf Anfrage

Nicht eingeschlossene Leistungen:

• An-/Abreise
• Mittag- und Abendessen
• Reiseversicherung
• Transfers per Taxi, Bus oder mit anderen Verkehrsmitteln

Gut zu wissen

Die An- und Abreise gestaltest du in Eigenregie. Der nächste Flughafen für deine Anreise ist Pamplona. Für deine Abreise ist der nächste Flughafen in Santiago de Compostela. Zum Ausgangspunkt deiner Wanderung kommst du mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Vor Ort benötigst du Englischkenntnisse und/oder Spanischkenntnisse. Körperliche Grundfitness und Wandererfahrung sind von Vorteil.

Die Jakobswege sind auch für Alleinreisende geeignet.

Bei eingeschränkter Mobilität nimm bitte Kontakt mit uns auf, damit wir dich individuell beraten können. Unsere Reisen sind im Allgemeinen für Personen mit Mobilitätseinschränkung nicht geeignet.

Die Einreise für deutsche Staatsbürger ist mit Personalausweis oder Reisepass möglich. Kinder benötigen ein eigenes Ausweisdokument.
Aktuelle Einreisebestimmungen und Sicherheitshinweise findest du unter: www.auswaertiges-amt.de

Cororna-Informationen sowie weitere Einreisemodalitäten kannst du jederzeit aktuell hier abrufen. Einfach Reiseziel, Nationalität und Ausgabesprache auswählen und die Anfrage absenden.

Wir empfehlen den Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung und einer Auslandskrankenversicherung!

Herbergen

Du übernachtest während deiner Jakobswegreise in handverlesenen Unterkünften. In kleineren Ortschaften sind die kleinen einfachen Hotels, Pensionen und Landhäuser persönlich geführt und versprühen den wunderbaren Charme dieser Region. In größeren Ortschaften und Städten liegen die 3-4 Sterne Hotels immer in Zentrumsnähe, damit du die Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß erreichen kannst. Wir versuchen dich immer in unseren bevorzugten Unterkünften unterzubringen. Sollte das einmal nicht möglich sein, buchen wir dir ein Zimmer in der gleichen oder einer höherwertigen Kategorie. Außerdem behalten wir uns leichte Änderungen der Tagesetappen vor. Für einen guten Start in den Tag ist auf all unseren Caminoreisen das Frühstück bereits inbegriffen. Dein Zimmer ist selbstverständlich mit eigenem WC und Dusche ausgestattet.

Tour Plan

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1.Tag: Anreise in Eigenregie nach Roncesvalles oder Fortsetzung deiner Wanderung von St. Jean Pied de Port

Falls du deinen Jakobsweg in Saint Jean Pied der Port begonnen hast, bist du nun über den Berg! Es war anstrengend auf dem Weg deiner Sehnsucht und du musstest dich überwinden. Nicht nur einmal wolltest du aufgeben. Aber du hast es geschafft. Wer es bis hierhin mit Wanderstiefeln vom französischen Saint-Jean-Pied-de-Port geschafft hat, war ca. 8 Stunden unterwegs und wird nach 24 Kilometern Fußmarsch richtig fertig sein.  Die Wanderung führte über den 1.344 Meter hohen Pass Col de Bentarte.Die Querung der Pyrenäen über den Ibañeta Pass als einen der wichtigsten Zugänge zur iberischen Halbinsel haben schon ganze Völker wie die Kelten oder Westgoten unternommen. 778 zog der Frankenkönig Karl der Große über den Pass, um seine territorialen Ansprüche in Nordspanien gegen die Angriffe der maurischen Herrscher im Süden zu sichern. Du bist angekommen und startest morgen in Richtung Santiago de Compostela. Ab Roncesvalles sind es von hier noch 790 Kilometer.
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2.Tag: Roncesvalles – Zubiri ca. 21,4 km

Ab heute bist du auf dem Camino unterwegs. Nicht allein. Du bist Teil der Menschen um dich. Das Ziel eint euch. Alle zusammen, doch jeder läuft für sich allein. Das Buen Camino kommt dir heute schon leicht über die Lippen. Der Weg verläuft abwechslungsreich durch eine schöne Mittelgebirgslandschaft. Teils auf Lehmboden, teils auf Beton und Asphalt, dann wieder auf Schotter windet sich der Jakobsweg Bergauf und Bergab. Du kommst an Burguete vorbei, dem Ort, in den Ernest Hemingway einst flüchtete, wenn ihm das Treiben in Pamplona zu viel wurde. Es erwarten dich auch heftige An- und Abstiege, die ganz schön in die Beine gehen - die du aber sicher meistern wirst. Du wächst über dich hinaus. Wenn du allein unterwegs bist, hängst du deinen Gedanken nach. Ist schon spannend, was einem da so alles durch den Kopf geht, wenn der Alltag mal hintenangestellt und nicht mehr so wichtig ist. Am Nachmittag erreichst du Zubiri, einen kleinen verschlafenen Weiler in der Region Navarra.  
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3.Tag: Zubiri – Pamplona ca. 20,4 km

Du hast mittlerweile die Ausläufer der Pyrenäen erreicht, der Jakobsweg verläuft in einem stetigen Bergauf und Bergab nach Pamplona. Zahlreiche Kirchen und Kloster bereichern deinen Weg. Parallel zum Rio Arga wanderst du durch eine recht einsame Gegend. Die Hälfte des Weges hast du schon geschafft, da geht es schon wieder einen Abhang hinauf und du weißt genau, dass dann irgendwann auch wieder der Abstieg kommt. Das Höhenprofil sah doch für heute so einfach aus? Auf den Jakobswegen kommt es immer mal wieder vor, dass Hirten ihre Schafherden oder Kuhherden den Weg entlang treiben. Ein hautnahes Tiererlebnis! Hinter dem Ort Arre wird die Gegend urbaner und die Vorstädte Pamplonas tuen sich vor dir auf. Die Empfindungen wieder in einer großen Stadt zu sein können sehr unterschiedlich ausfallen. Einige Pilger sehnen sich nach der Ruhe und Einsamkeit des Jakobsweges zurück, andere freuen sich wieder in der städtischen Zivilisation zu sein. Pamplona vereint Tradition, Geschichte und Moderne. Auf den Straßen und Plätzen des Altstadtkerns bewunderst du zahlreiche Jahrhunderte alte Bauwerke, Kirchen und die mittelalterlichen Stadtmauern. Auch die Gastronomie braucht sich in Pamplona nicht zu verstecken. Genieße die Spezialitäten und den Wein der Region Navarra.  
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4.Tag: Pamplona – Puente la Reina ca. 23,9 km

Vielleicht stört dich der Trubel und du willst raus aus der schönen Stadt, willst den Weg wieder unter deinen Füßen spüren. Egal wie du empfindest, der Weg geht heute weiter. Über eine Schotterpiste erklimmst du den Pass Alto Puerto del Perdón. Als du die Windräder siehst, bist du froh. Du hast es wieder geschafft. Da, wo sich der Sternenweg mit dem Weg des Windes kreuzt, bleibst du ein bisschen und bestaunst das metallene Pilgerdenkmal. Die siebzehn lebensgroßen Figuren (Menschen und Tiere) sollen alle Gesellschaftsschichten und alle Altersgruppen Frauen, Männer und Kinder darstellen. Der Pilgerzug beginnt mit den ersten Pilgern früherer Jahrhunderte. Mehr Fußpilger folgen, genauso wie Reiter mit einem Hund und Pilger, die einen Packesel mit sich führen. Am Schluss des Pilgerzuges laufen Pilger der heutigen Zeit mit Outdoor-Ausrüstung.  Dein Weg wird jetzt leichter. Ein weiterer Höhepunkt erwartet dich auf dieser Etappe. Irgendwo im Nirgendwo steht die mystische Kirche Santa Mariá de Eunate. Eine achteckige Kapelle mit offenem Säulengang inmitten von Feldern. Viele Geheimnisse und Legenden ranken sich um die Entstehungs- und Baugeschichte der kleinen Kapelle. Bevor du durch das Haupttor ins Innere gehst, möchtest du vielleicht der Tradition der Christen folgen und den Kreuzgang mit seinen 33 Pfeilern dreimal (wegen der Dreifaltigkeit) barfuß umrunden. Die Inschrift dieser Kirche ruft unter anderem dazu auf sein Herz zu öffnen als Mensch auf der Suche und diesen Ort als einen Ort zum Nachdenken zu nutzen. Du bist erst den vierten Tag unterwegs und schon merkst du eine Veränderung in dir. Der Weiterweg verläuft Richtung Obanos. Ein Spaziergang durch die Straßen und über die Plätze von Obanos lohnt sich wirklich. Entdecke die eindrucksvolle Schönheit und das mittelalterliche Ambiente. Du erreichst dein Etappenziel Puente La Reina. Puente La Reina ist eng mit dem Jakobsweg verbunden. Trotz der geringen Einwohnerzahl findest du hier viele Kirchen und zahlreiche mit Wappen geschmückte Adelshäuser. In Puente La Reina treffen der Aragonische Weg aus Somport und der Camino Francés aus Roncesvalles aufeinander. Die Brücke der Königin, Puente la Reina, ist das Wahrzeichen des kleinen Städtchens und ein sehr begehrtes Fotomotiv.
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5.Tag: Puente la Reina – Estella ca. 21,6 km

Über die Calle Mayor und die Puente La Reina verlässt du das Städtchen. Du wanderst durch ein kleines Tal und später an der Autobahn entlang. Dein weiterer Weg ist historisch, du gehst über einen alten, bereits 2000 Jahre alte Römerstraße hinab zum Fluss, überquerst ihn über eine Brücke, die ebenfalls aus der Römerzeit stammt. Der Ort Cirauqui punktet mit vielen Relikten aus dem Mittelalter und ist eines der Highlights deines Tages. Du passierst heute noch mehrere mittelalterliche Brücken, wanderst über Eselspfade vorbei an Kirchen und durch Täler bis nach Estella. Das kleine und sehr reizvolle Städtchen Estella-Lizarra liegt von Hügeln umgeben an einer Schleife des Flüsschens Ega. Auch die Geschichte dieses Örtchens ist sehr eng mit dem Camino de Santiago verknüpft. Ca. 1090 wurden Franzosen aus Südwestfrankreich vom damaligen König in dem fast verlassenen Ort angesiedelt. Zusätzlich ließ der König den Jakobsweg um einige Kilometer verlegen, damit dieser direkt durch den Ort führte. Pilgerunterkünfte wurden erbaut und Handwerker und Händler ließen sich hier nieder. Der Ort wurde so nach und nach zu einer geschäftigen und bekannten Station auf dem Jakobsweg. Bummele durch die Gassen der Altstadt. In den Restaurants erwarten dich die Spezialitäten der Region Forellen und Spanferkel.    
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6.Tag: Estella – Los Arcos ca. 21,3 km

Packe dir heute einen Becher ein. Vor dem Kloster Irache erreichst du ein Weingut die Bodega Irache. Am berühmten Brunnen Fuente de Irache ragen zwei Wasserhähne. Aus dem einen fließt Wasser, aus dem anderen Wein. Trotz der frühen Stunde geht fast kein Pilger an dem Brunnen vorbei, ohne den Wein probiert zu haben und eventuell die Trinkflasche mit dem doch sehr herben Wein zu füllen. Der Weg wechselt zwischen Waldboden, Lehmboden und Schotter. Durch diesen angenehmen Untergrund lässt es sich gut laufen und die Zeit fliegt nur so dir vorbei. Durch eine sanft hügelige Landschaft mit Weinfeldern, Getreidefeldern und Blumenwiesen erreichst du Los Arcos.
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7.Tag: Los Arcos – Logroño ca. 27,6 km

Der Streckenabschnitt wird zur Bewährungsprobe für deine Füße. Nach einiger Zeit auf der Schotterpiste machen sie sich bei dir bemerkbar. Später läufst du durchgehend auf Asphalt. Sicher hast du inzwischen einige Mitpilger kennengelernt und ihr motiviert euch gegenseitig oder seid so ins Gespräch vertieft, dass die Zeit wie im Flug vergeht. Wenn du Glück hast, erwartet dich ungefähr 2 Kilometer vor Logroño Maria und empfängt dich herzlich mit einem Stempel für dein Pilgerbüchlein (Credencial) und einem leckeren kalten oder heißen Getränk. Nun ziehst du weiter stadtwärts. Gönne dir ein Glas Rioja, du hast die Hauptstadt der Region Rioja erreicht. Es ist noch genügend Zeit zum Beispiel Tagebuch zu schreiben oder die Kathedrale mit dem Maurentöter und dem Pilgerbrunnen zu besuchen. Beim Abendessen triffst du bestimmt viele Pilger aus der ganzen Welt.
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8.Tag: Logroño – Nájera ca. 29 km

Der Weg aus der Stadt ist sehr gut gekennzeichnet und am Ortsausgang läufst du durch den wunderschönen und sehr gepflegten Parque San Miguel, hier wirst du das erste Mal begeistert sein. Durch Wälder und Weinberge wanderst du weiter, bis du ein paar Kilometer nach Logroño auf Marcelino triffst. Einen ungewöhnlichen Mann, manchmal in traditioneller Pilgerkleidung auf dem ungewöhnlichen Weg. Vielleicht brauchst du noch etwas für deinen Weg? Er hat es bestimmt. Zumindest einen Stempel für deinen Pilgerausweis. Für deinen ersten Wandertag ist die Etappe relativ lang. Du wirst am Nachmittag sicher froh sein, wenn du Nájera erreichst. Von der Brücke Puente San Juan de Ortega (Puente de Piedra) erhaschst du einen ersten Blick auf die kleine Altstadt. Das Städtchen am Jakobsweg hat ein bemerkenswertes Kloster. Falls du noch "in-was-Anschauen-Laune" bis empfehlen wir das Kloster Santa María La Real mit den Königlichen Gräbern zu besuchen. Ansonsten bummle durch die Altstadt und lasse deinen Tag gemütlich ausklingen.
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9.Tag: Nájera – Santo Domingo de la Calzada ca. 21 km

Dein Blick schweift über sanfte Hügel, die Sonne bringt die Felder in allen möglichen Erdtönen zum Funkeln. Hier und jetzt ist es an der Zeit Momente zu sammeln. Die Landschaft wird sich nicht großartig verändern, aber trotzdem wirst du alle paar Meter etwas Neues entdecken. Nur selten kommst du durch kleine Dörfer, deshalb packe dir ausreichend Wasser und Verpflegung in deinen Tagesrucksack. Kein Weg ist mit so vielen Legenden gesegnet wie der Jakobsweg. Am Ende deiner Etappe lernst du die bekannteste davon wahrhaftig kennen – das Hühnerwunder. In der Kathedrale warten in einem kleinen Gehege über der Tür ein paar prächtige Exemplare auf dich. Vielleicht kräht der Hahn, wenn du da bist. Das bedeutet Glück für deinen weiteren Weg. Der Ursprung der Stadt geht aus einer kleinen Siedlung hervor, die im 11. Jahrhundert gegründet wurde. Die Entwicklung des Ortes ist eng mit dem Camino de Santiago verbunden. Dabei spielte ein Mann eine wichtige Rolle, der später heiliggesprochen wurde. Domingo García (1019-1109) lebte zuerst zurückgezogen als Eremit, bevor er sich mit der Hilfe von Bischöfen und dem König der Aufgabe widmete, die Infrastruktur des Jakobswegs zu verbessern. Er veranlasste er die Befestigung des Pilgerwegs sowie die Errichtung einer Kirche und einer Herberge für die Pilger.
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10.Tag: Santo Domingo de la Calzada – Belorado ca. 22 km

Auf Feldwegen setzt du deine Reise fort. Die Region Rioja ist schon Geschichte. Jetzt kommst du nach Kastilien. Die typische Landschaft der kastilischen Hochebene begleitet dich. Die Wege sind schnurgerade und führen an Getreidefeldern vorbei. Trotzdem zerrinnen die Kilometer unter deinen kraftvollen Schritten. Die Entfernungen stören dich nicht mehr und du bist stolz auf die Kilometer, die du bisher zurückgelegt hast.  
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11.Tag: Belorado – Villafranca Montes de Oca ca. 12 km

Bis Villafranca Montes de Oca ändert sich die Landschaft kaum. Deine Etappe ist heute so kurz, ehe du dich versiehst, bist du auch schon angekommen. Gönnen deinen Füßen und deinem Körper heute eine Pause. Als kleines Sightseeing-Programm könntest du dir die kleine Wallfahrtskirche anschauen. Die Kirche beherbergt die Figur der Virgen de Oca. Unweit der Kirche ist der Brunnen San Indalecio, an dem der Überlieferung nach, der Heilige ein Wunder vollbracht haben soll.
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12.Tag: Villafranca Montes de Oca - Atapuerca ca. 18,1 km

Hinter Villafranca beginnt ein steiler Anstieg in das Waldgebiet der Montes de Oca. Auf der Passhöhe von Valbuena wird dich die Vegetation begeistern. Du wirst an einen Zauberwald erinnert mit dichtem Farn, viel Buschwerk und moosbehangenen Bäumen. Goldglänzend fallen einzelne Sonnenstrahlen durch die Baumkronen. Je länger du zu Fuß auf dem Jakobsweg unterwegs bist umso mehr verändert sich deine Wahrnehmung. Über Waldwege läufst du auf St. Juan de Ortega zu. Da das die erste Rastmöglichkeit ist, triffst du hier auf viele hungrige und durstige Pilger. Nach weiteren 6 Kilometern hast du dein Etappenziel Atapuerca erreicht. Du kommst in die Heimat der ersten Europäer. Unweit deines Weges befinden sich Höhlen, in denen man menschliche Reste, hunderttausende von Jahren alt, gefunden hat. Die ältesten von ganz Europa. Unvorstellbar! Der Weg hält immer wieder neue Überraschungen für dich bereit. Lass dich einfach darauf ein.  
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13.Tag: Atapuerca - Burgos ca. 20 km

Hinter Atapuerca steigt der Weg steil an. Der alpine Weg führt dich auf die Hochebene Matagrande. Auf dem Bergrücken entdeckst du eine Tibetische Gebetsfahne. Hier oben herrscht eine unglaubliche Stimmung und dich umgibt ein einmaliges Naturerlebnis. Wo es rauf geht, geht es natürlich auch wieder runter. Über einen steinigen Abstieg erreichst du den nächsten kleinen Ort. Hier hast du dir eine Pause redlich verdient. Nach dem Überqueren der Autobahn schlängelt sich der Weg durch das Industriegebiet in Burgos. Das kannst du über eine alternative Wegstrecke am Fluss Arlanzon entlang umgehen. Mit Burgos erwartet dich ein Höhepunkt deines Weges. Es ist eine herrliche Stadt direkt am Jakobsweg. Die Kathedrale wird dich beeindrucken. Das Grab des Cid auch. Noch mehr die Kapelle des Condestable. Nimm dir Zeit und trinke am Abend vor der erleuchteten Kathedrale ein Glas Wein. Vielleicht mit anderen Pilgern oder ganz für dich allein. Den Anblick wirst du dein ganzes Leben nicht mehr vergessen.  
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14. Tag: Burgos - Hornillos del Camino ca. 21 km

Decke dich für den Tag mit viel Wasser und Sonnencreme ein. Der Camino führt dich einmal quer durch Burgos – über den Plaza Mayor und vorbei an der Kathedrale. Du verlässt die Großstadt und startest in die staubige Meseta, die dich bis León begleiten wird. Meseta kommt von Mesa - spanisch für Tisch. Der Begriff beschreibt die platte und karge Landschaft in diesem Streckenabschnitt. Die Landschaft verändert sich kaum und du wirst öfter das Gefühl haben nicht voranzukommen. Das könnte auf dein Gemüt schlagen. Da hilft nur Durchhalten - und natürlich Kontakt zu anderen Pilgern. Wenn sich der Untergrund kaum ändert, steigt auch die Gefahr, Blasen an den Füßen zu bekommen. Hier helfen gute Wandersocken und Wanderschuhe - und nicht zuletzt Blasenpflaster. Es gibt keine Einkehrmöglichkeiten bis Tardajos und du entscheidest dich bestimmt für eine ausgiebige Pause und entspannst deine Füße. Der staubige Weg geht weiter, es gibt keinen Schatten. Unter Umständen ist so heiß, dass du nicht so viele Klamotten ausziehen kannst, wie du gerne möchtest. Ohne eine dicke Schicht Sonnencreme geht hier gar nichts. Dein erster Anlaufpunkt wird in Hornillos del Camino wahrscheinlich ein eiskaltes Getränk sein.
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15. Tag: Hornillos del Camino - Castrojeriz ca. 19,9 km

Um am nächsten Tag schon vor der Mittagshitze in Castrojeriz anzukommen, solltest du früh starten.  Wenn du noch in der Dunkelheit losläufts wirst du irgendwann vom Sonnenaufgang überrascht, der den Himmel in die schönsten Farben taucht. Es ist ein unvergesslicher Moment, wenn du beim Gehen auf den Mond blickst und dabei bereits die Sonnenstrahlen auf deinem Rücken spürst. Es ist immer noch Meseta, aber der Weg ist einfach zu laufen. Das idyllische Dorf Hontanas erreichst du zur Frühstückszeit- eine kleine Pause tut immer gut. Kurz vor Castrojeriz freust du dich in dem Glauben am Ziel zu sein. Du passierst die Ruinen des alten Klosters San Antón und siehst in der Ferne die Burg von Castrojeriz auf dem Berg thronen. Auch wenn es nicht so aussieht, sind es noch einige Kilometer bis in den Ort. Die Straße zieht sich endlos und du wirst das Gefühl haben, dass das Ziel kein bisschen näherkommt. Du übst dich noch ein bisschen in Geduld und erreichst nach einer ganzen Weile das Ortszentrum. Castrojeriz und der Jakobsweg, beide gehören offensichtlich untrennbar zusammen. Der Pilgerweg führt mitten durch das langgestreckte Dorf, vorbei an sehenswerten Kirchen, Herbergen und Lokalen. Heute wohnen hier noch knapp 900 Menschen, doch sorgt der stetige Strom der Pilger dafür, dass das Dorf nicht völlig verfällt. Falls du dem Castillo noch einen Besuch abstatten möchtest, solltest du hin und zurück schon eine Stunde einplanen. Die Ruine der Burg wirkt ein wenig übertrieben restauriert. Doch lohnt sich der etwas mühselige Aufstieg wegen des tollen Blicks von den Türmen auf die Umgebung. In alle Himmelsrichtungen schlängeln sich Straßen und Wege durch die Felder bis an den Horizont. Bei leckeren Tapas und süffiger Sangria lässt du den Tag zu Ende gehen. Wenn du Glück hast, wirst du mit einem wunderschönen Sonnenuntergang für deine Anstrengungen des Tages belohnt.  
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16. Tag: Castrojeriz - Frómista ca. 24,7 km

In der Meseta gibt es auch Anhöhen, du wirst heute einen von ihnen erklimmen. Oben angekommen entdeckst du ein kleines Häuschen das komplett mit Sprüchen und Pilgergrüßen verziert ist. Andere Pilger haben sogar ihre Jakobsmuscheln hiergelassen. Vom Gipfel hier oben hast du einen wunderbaren Blick auf den weiteren Verlauf des Caminos in der schier endlosen Weite. Es geht weiter steil bergab, bis du wieder auf der Ebene bist. Für manche ist die Meseta einer der härtesten Streckenteile des gesamten Jakobswegs. Andere genießen die spirituelle Herausforderung. Die platte Landschaft rund um den Ort Boadilla del Camino heißt auch Tierra de Campos. Auf Deutsch übersetzt heißt das etwa: Erde der Felder. Von florierender Landwirtschaft ist hier leider nicht viel zu sehen. Von Boadilla del Camino verläuft der Jakobsweg bis nach Frómista am Kanal Canal de Castilla entlang. Über eine alte Schleuse des erreichst du das Ortszentrum. Der Kanal, dessen Bau am Ende des 18. Jahrhunderts begann, diente vornehmlich dem Transport von Getreide, dem Antrieb der Mühlen sowie der Bewässerung der nördlichen Meseta. Frómista ist nicht unbedingt eine Schönheit aber der Besuch der Kirche St. Martín lohnt sich auf jeden Fall. Sie zählt zu den wenigen noch erhaltenen frühromanischen Kirchen in Kastilien und León. Wegweiser verraten dir, dass es „nur“ noch 424 Kilometer, bis Santiago de Compostela sind. Wärst du auf dem Weg nach Jerusalem hättest du noch 4.478 Kilometer vor dir...  
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17.Tag: Frómista - Carrión de los Condes ca. 19 km

Auf dem Tagesplan steht das kleine Dorf Villalcázar de Sirga, etwa sieben Kilometer vor deinem nächsten Etappenziel Carrión de los Condes. 2 Wege führen zum Ziel. Entweder du folgst der Verbindungsstrasse zwischen Frómista und Carrión de los Condes oder dem Alternativweg entlang des Río Ucieza. Die Alternativroute ist um einiges ruhiger und schöner. Beide Wege treffen wieder bei Villalcazar de Sirga zusammen. Falls du Lust und Laune auf Kultur hast, schaue dir die ehemalige Templerkirche Santa María la Blanca aus dem 13 Jh. an. Der weitere Weg von Villalcázar de Sirga nach Carrión de los Condes ist eintönig. Die verbleibenden Kilometer läufst du an der Landstraße entlang. Die einzige Abwechslung, sind die Kilometeranzeiger, die die Kilometer bis nach Carrión runterzählen. Der Jakobsweg ist wie dein Leben. Es gibt gute und ereignisreiche und es gibt langweilige Tage. Dein Übernachtungsort hat 2500 Einwohner und ist sehr bedeutend für den Jakobsweg. Sein mittelalterlicher Ursprung lässt sich an einigen Gebäuden und dem alten Kern ablesen. Das repräsentativste Gebäude von Carrión de los Condes ist die Santiago-Kirche.
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18. Tag: Carrión de los Condes - Calzadilla de la Cueza ca. 17 km

Auf der Vía Aquitania, der alten Römerstraße, pilgerst du weiter nach Calzadilla de la Cueza. Endlose Getreidefelder säumen deinen Weg. Beim Wandern durch die ewige Meseta hast du genug Zeit, um über alles nachzudenken, was dich gerade beschäftigt oder über Dinge, von denen man gar nicht wusste, dass sie einen beschäftigen. Überraschend tauchen mehrere kleine Rastplätze und Food Trucks entlang der Strecke auf, an denen du dich mit Getränken und Snacks eindecken kannst. Für alle Pilger, die in Saint Jean Pied de Port gestartet sind, liegt Calzadilla de la Cueza genau in der Mitte des Camino Francés. Der kleine Weiler in der Nähe des Flusses Cueza hat weniger als 60 Einwohner  
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19. Tag Calzadilla de la Cueza - Sahagún ca. 22 km

Es geht weiter. Nichts Außergewöhnliches passiert. Geruhsames Pilgern ist angesagt. Keine aufregenden Anstiege oder die Knie strapazierenden Abstiege, nur die Autobahn hast du heute öfter im Blick. Du wanderst durch den Ort Ledigos mit der heiligen Apostel Jakob geweihten Pfarrkirchen. Von hier sind es noch 373 km bis Santiago de Compostela. Durch die Orte Terradillos de Templarios und Moratinos folgst du dem Jakobsweg weiter bis nach Sahagún, mit seinen sehenswerten Kirchen San Lorenzo und San Tirso.
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20.Tag Sahagún - El Burgo Ranero ca. 17,7 km

An der Landschaft ändert sich auch heute nichts. Von Sahagún läufst du links der Autobahn über die Einsiedelei Nuestra Señora de Perals Richtung Bercianos del Real Camino. Die Pilgerquelle Fuente de Perales liegt kurz hinter dem kleinen Dorf. Gebäude aus luftgetrockneten Lehmziegeln bestimmen das Ortsbild von El Burgo Ranero. Die mögliche Nebenroute über die Trasse einer alten Römerstraße konntest du heute leider nicht nehmen, da du sonst deinen Schlafort verpassen würdest.
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21.Tag: El Burgo Ranero - Mansilla de las Mulas ca. 19 km

Decke dich heute Morgen mit genügend Wasser ein. Auf den ersten 14 Kilometern, die dich nach Reliegos führen gibt es weit und breit keine Einkehrmöglichkeit. Die Strecke zieht sich und landschaftlich finden deine Augen keine Abwechslung am Wegesrand. Dieser Abschnitt, hat wie schon so oft zuvor in der Meseta etwas Meditatives. Vor allem, wenn du allein unterwegs bist. Die Anordnung der Bäume rechts und links des Weges, vermitteln dir das Gefühl, dass der Camino niemals enden wird. Mansilla de las Mulas ist eine Stadt mit einer reichen mittelalterlichen Vergangenheit. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1181, als Ferdinand II. dem Ort das Stadtrecht verlieh. Im Mittelalter stand diese Stadt zeitweise der muslimischen Herrschaft wurde aber zurückerobert.
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22.Tag: Mansilla de las Mulas - León ca. 18.5 km

Die Etappe von Mansilla nach León ist wieder relativ eintönig. Schnurgerade Wege führen durch die Dörfer Villamoros und Puente de Villarente. Je mehr du dich León näherst, umso mehr geht der Jakobsweg an der Straße entlang. Die Kathedrale von León ist schon weitem sichtbar. In León führt ein mit Fußtritten markierter Weg direkt zur Kathedrale. Freue dich! Die schönste Kathedrale auf dem Jakobsweg erwartet dich in León. Ein imposanter, beeindruckender Bau mit herrlichen Fenstern. Die quirlige Stadt weckt dich auf. Auch die Basilika Isidoro solltest du anschauen. Da ist jeden Abend eine Pilgermesse. Nach diesen anstrengenden Tagen auf der Meseta ein idealer Ort zum Innenhalten
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23.Tag: León - Oncina de la Valdoncina ca. 11 km

Hinaus aus der Stadt eroberst du heute Schritt für Schritt deine Tages-Etappe. Am Kloster San Marcos vorbei überquerst du die historische Pilgerbrücke über den Rio Bernesga. Ohne nennenswerte Höhenmeter erreichst du nach ca. 2 Stunden Virgen del Camino. Wähle hinter Virgen del Camino die alternative Route durch teilweise sehr einsame und wunderschöne Landschaften nach Villar de Mazarife. Folgst du der Hauptroute, die an der Nationalstraße entlangführt, erreichst du deinen Übernachtungsort Oncina de Valdoncina nicht.
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24.Tag: Oncina de la Valdoncina - Hospital de Órbigo ca. 24 km

Du startest über das Paramo Plateau mit seinen Zwergsträuchern, Wiesen und Feldern. In der Ferne erkennst du die Montes de León. Wenn du Chozas de Abajo mit dem Jakobsbrunnen erreicht hast, trennt dich nur noch ca. 1 Stunde von Villar de Mazarife. Statte der kleinen Pfarrkirche des Apostels Jakobus einen kurzen Besuch ab. Bevor du deinen Übernachtungsort erreichst, wanderst du über die alte Brücke über den Río Órbigo. Die Puente de Órbigo wurde im 13. Jahrhundert erbaut und überquert mit 19 Bögen den Fluss Órbigo. Anfang Juni wird die Brücke jedes Jahr Schauplatz eines mittelalterlichen Theaters. Es wird eine Geschichte des Ritters Suero de Quinones nachgespielt, die sich auf der Brücke zugetragen haben soll.  
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25.Tag: Hospital de Órbigo - Astorga ca. 16,5 km

Auch aus Hospital de Órbigo heraus empfehlen wir dir die alternative Route zu wählen. Die Hauptroute führt wieder an der N 120 entlang. Auf einem kleinen Hügel, kurz vor Astorga, steht ein Kreuz, ein sehr beliebtes Fotomotiv. Du siehst Astorga schon von hier aus, aber der Weg dorthin zieht sich noch ein bisschen. Astorga ist die älteste Stadt der Region. Innerhalb der Stadtmauern lohnt es sich die Kirchen, Klöster, Hospitäler und den Bischofspalast von Antonio Gaudí zu besuchen.  In Astorga trifft der Camino Francés auf einen weiteren Jakobsweg: die Silberstraße (Via de la Plata), die auf die Römerzeit zurück geht. Auf dieser Strecke wurden, die in den Bergwerken der nördlichen Halbinsel geförderten Metalle zu den Handelshäfen im Süden befördert. Jahrhunderte später wurde die Via de la Plata von Pilgern aus dem Süden Richtung Santiago de Compostela genutzt.
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26.Tag: Astorga - Rabanal de Camino ca. 20,2 km

Der Weg aus Astorga heraus ist leider nicht sehr gut beschildert, aber du findest deinen Weg. Über hübsche Feldwege geht es auf ebener Strecke fast die ganze Zeit gerade aus und ab und an passierst du idyllischen Dörfer. Leider bleibt der Camino heute nicht so einfach zu laufen. Du marschierst einen steinigen Weg, der meistens durch einen kleinen Wald verläuft. Trotzdem lässt sich der Weg recht gut laufen, bis du vor Rabanal ankommst. Das letzte Stück Weg führt auf Asphalt an der Strasse entlang, kein Baum in Sicht. Du vermisst das kleine Wäldchen von vorhin. In der Kapelle von Rabanal findet abends eine Pilgermesse statt, die in Englisch abgehalten wird. Die Messen sind immer sehr gut besucht und sehr ergreifend. Vielleicht hast du ja Lust daran teilzunehmen und deinen Pilgersegen abzuholen.  
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27.Tag: Rabanal de Camino - El Acebo de San Miguel ca. 16,8 km

Mit dem Weg nach El Acebo de San Miguel hast du eine verhältnismäßig kurze Strecke vor dir, dafür wirst du aber heute einige Höhenmeter überwinden. Das Cruz de Ferro liegt auf 1.500 Metern und bildet den höchsten Punkt des Camino Francés. Schritt für Schritt läufst du schon fast meditierend den Hügel hinauf. Bevor du das berühmte Kreuz erreichst, kommst du durch Foncebadón.  In Foncebadón tümmeln sich wahrscheinlich mehr Pilger und Ziegen als Einwohner. Aber es gibt ein kleines Café, in welchem du dir einen leckeren Café con Leche gönnen kannst. Die Aussicht von hier ist atemberaubend schön. Das Cruz de Ferro ist ein wichtiger Punkt auf dem Jakobsweg und du solltest diesen Moment für dich genießen. Vielleicht legst du ja auch einen Stein am Kreuz ab, den du von zu Hause mitgebracht hast. Er soll Symbol für die Sünden sein, die du auf dem Weg hinter dir gelassen hast. Dein Camino verläuft jetzt stetig bergab und du wanderst auf schmalen, steinigen Feldwegen in Richtung El Acebo de San Miguel weiter. Acebo ist Bergdörfchen wie aus dem Bilderbuch, du wirst begeistert sein. Der Rundumblick in die umliegende Bergwelt ist einmalig schön.
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28.Tag: El Acebo de San Miguel - Ponferrada ca. 15,6 km

Rund 700 Höhenmeter wanderst du auf der heutigen Etappe wieder bergab. Das Nachtigallental erwartet dich. Die großen, teilweise glatten Steine machen dir das Laufen manchmal ziemlich schwer. Belohnt wirst du für deine Anstrengung mit der wunderschönen Natur dieses Tals. Über einen engen und steinigen Pfad erreichst du Molinaseca. Dieses hübsche Dorf mit seiner romanischen Brücke über den Río Meruelo wird dir bestimmt sehr gut gefallen. Von Molinaseca nach Ponferrada ändert sich die Landschaft kaum. Dein Schritt wird schneller, du willst heute noch unbedingt die Templerburg besuchen. Beeindruckend erhebt sich die von den Templern gegründete Burg vor dir. Die Altstadt Ponferradas liegt am Fuße der Templerburg. Bummle gemütlich durch die Gassen und genieße die reichhaltige Gastronomie mit typischen Gerichten wie Botillo und vor allem die hervorragenden Weine mit eigener Herkunftsbezeichnung.
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29.Tag: Ponferrada - Villafranca del Bierzo ca. 24,2 km

Mitten in der Region Bierzo führt diese Etappe über recht bequeme Wanderwege. Du wanderst durch Landschaften mit Feldern und Weinbergen. In Villafranca del Bierzo empfehlen wir dir einen Besuch der Kirche von Santiago. Sie ist für die Puerta del Perdón bekannt, die nur in den jakobinischen Jahren geöffnet wird, wie auch die Heilige Tür der Kathedrale von Santiago. Der Plaza Mayor, das Rathaus, die Calle del Agua, die Herrenhäuser und viele Paläste machen den touristischen Reiz des Ortes aus. Tauche bei einem Bummel durch die Gassen der Stadt in die Vergangenheit ein. Villafranca del Bierzo gilt auch als Klein-Compostela. Denn wer zu alt oder zu gebrechlich für den beschwerlichen Aufstieg zum Cebreiro war, konnte sich hier seine Gnaden-Compostela abholen.  
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30.Tag: Villafranca del Bierzo - Vega de Valcarcel ca. 16,3 km

Gut gelaunt und entspannt beginnst du die relativ flache Etappe. Die Route bis nach Vega de Valcarce führt fast immer entlang einer viel befahrenen Landstraße. Glücklicherweise zweigt der Weg immer wieder in die kleinen, etwas abseits gelegenen Dörfer ab. Doch verlässt du dann endlich die Straße, bist du von Natur umgeben. Kühe grasen gemütlich auf den Feldern, Grillen zirpen aufgeregt in den Sträuchern und Schmetterlinge begleiten deinen Weg.
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31.Tag: Vega de Valcarcel - O Cebreiro ca. 11,5 km

Der Aufstieg nach O Cebreiro hat es ganz schön in sich und fordert deine Kondition. Steil zieht sich der Weg langsam immer weiter nach oben und wahrscheinlich fragst du dich: "Warum mache ich das hier?". Durch die landschaftlich abwechslungsreiche Bergregion im Südosten der Provinz Lugo führten im Mittelalter die traditionellen Verbindungswege zwischen den Hochebenen Kastiliens und Galiciens. Und dann bist du endlich da - auf 1.330m Höhe in einem der schönsten Dörfer auf deinem Streckenabschnitt des Camino Francés. Die für diese Region typischen „Pallozas“ runde Steinhäuser mit Strohdach, waren bis vor einigen Jahren noch bewohnt. Wenn du historisch interessiert bist, besuche die älteste, vollständig erhaltene Kirche am Jakobsweg. In ihrem Inneren befindet sich ein heiliger Gral.   Galicien ist eine Region der Sagen und Legenden. Daher überrascht es nicht, dass sich auch hier Wundersames abspielte, vor allem etwas, welches in der Lage war, den katholischen Glauben zu stärken. Der Bauer Juan Santín aus dem Nachbardorf Barxamaior kam jeden Tag zur heiligen Messe. Als eines Tages ein Unwetter ausbrach, rechnet der Priester mit keiner Seele. Doch Juan Santín erschien. Dies machte den Priester etwas ärgerlich und ihm entfuhr sinngemäß folgender Satz: “Der kommt bei diesem Wetter nur um ein bisschen Brot und Wein zu sehen”. Da geschah ein Wunder: Die Hostie verwandelte sich in Fleisch und der Wein in Blut. Die Geschichte, die um das Jahr 1300 abgespielt haben soll, hatte einige Folgen. Der Priester und der Bauer liegen nun nebeneinander in einer Seitenkapelle begraben. Die katholische Kirche erkannte das Wunder offiziell an. Die Könige Isabella I. von Kastilien und König Ferdinand II. von Aragón stiften nach ihrer Rückkehr von einem Besuch in Santiago de Compostela 1486 in Cebreiro zwei Phiolen zur Aufbewahrung der Reliquien. Und bis heute nehmen Hostie und Kelch einen dominanten Platz im Wappen von Galicien ein.
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32.Tag: O Cebreiro - Triacastela ca. 21 km

Der Jakobsweg führt dich heute noch ein bisschen bergan auf einen breiten Bergrücken auf 1400 m Höhe. Von hier oben wirst du mit einem sensationellen Blick auf das tiefgrüne Hügelland Galiciens belohnt. Nach Triacastela führt die dein Camino 18 km bergab durch viele verschlafene Dörfer, über Bergpfade und Waldwege. Die Idylle lädt dich immer wieder zu kleinen Pausen ein und dazu die Zeit zu genießen.
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33.Tag: Triacastela - Sarria ca. 18 km

Schritt für Schritt eroberst du deinen Weg. Ein stetiges Auf und Ab durch wildromantische Wälder, Auen, durch idyllische Orte und an schimmernden kleinen Bächen vorbei, gehst du durch den Tag. Bist du Kulturliebhaber? Dann wähle heute den Weg über Samos. Auf der bereits im Mittelalter genutzten Route wechseln sich eine Reihe von alten Klöstern und Kirchen ab. Sarria ist eine kleine gemütliche Stadt. In einer der vielen Bars und Restaurants kannst du den Nachmittag geruhsam zu Ende gehen lassen. Du wirst feststellen, dass hier mehr Pilger unterwegs sind als sonst. Hier beginnen die letzten 100 km vor Santiago, die gelaufen werden müssen, um die begehrte Compostela zu erhalten.
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34.Tag: Sarria - Portomarín ca. 22,2 km

Voller Vorfreude auf den heutigen Tag verlässt du die Stadt. Vorbei an kleinen Kirchen und Pilgerherbergen folgst du dem anspruchsvollen Weg über Berge und Täler. Immer wieder begegnet dir ein freundliches „Buen Camino"- der Pilgergruß. Kurz vor Portomarin teilt sich der Jakobsweg- schlage den rot gekennzeichneten Weg ein- er bietet einen grandiosen Blick, über den Stausee, auf die neue Stadt Portomarin. Der alte Ort versank im aufgestauten Fluss Miño. Über eine lange Brücke und einige steile Stufen erreichst du das mittelalterliche Stadtzentrum mit seinen gemütlichen Cafés.
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35.Tag: Portomarín - Palas de Rei ca. 24,8 km

Durch würzig duftende Wälder, über gewundene Wege, aber auch teilweise an der Landstraße vorbei, gehst du Schritt für Schritt dem wunderschönen Hochplateau der Sierra Ligonde entgegen. Kaiser und Könige sollen bereits auf diesem Weg, durch den ehemaligen Sitz der Ritter von Santiago, gepilgert sein. Bei deinen kleinen Pausen kommst du schnell mit anderen Pilgern ins Gespräch- Wahnsinn, aus welchen Ländern sie alle hierhergekommen sind!
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36.Tag: Palas de Rei - Melide 14,4 km

Du läufst durch leicht ansteigendes und wieder abfallendes Gelände, lässt deinen Gedanken freien Lauf. Zu Fuß erlebst du alles intensiver, wie die Wiesen und Wälder duften! Rechts und links des Weges bemerkst du immer wieder Kornspeicher. Diese auf Stelzen gebauten Hórreos werden traditionell zur Lagerung von Feldfrüchten und Mais genutzt. An kleinen romanischen Steinkirchen vorbei, über Brücken unter denen glitzernde Bäche fließen, kommst du nach Melide. Melide ist berühmt für seinen Pulpo. Gekochte, oder auch gegrillte Krake, ist eine Spezialität Galiciens, die du unbedingt probieren solltest.  
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37. Tag Melide - Arzúa ca. 14,1 km

Auf einer ständig leicht ansteigenden, aber abwechslungsreichen Etappe, führt dich der Camino Francés durch Haselnuss- und Eichenwälder. Kleine mittelalterliche Örtchen, Kirchen und schön gestaltete Höfe bewegen dich immer wieder dazu einmal innezuhalten und zu fotografieren. In deinem Pilgerpass haben sich mittlerweile schon viele interessante Stempel angesammelt. Arzúa erwartet dich mit seinem berühmten Käse und leckeren Churros de Chocolate, die sind sicher eine Sünde wert.
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38. Tag Arzúa - O Pedrouzo ca. 19,3 km

In Galicien gibt es Grün in allen Variationen. Auch heute verbringst du den Tag wieder inmitten satter Wiesen, blühende Weiden, intensiv riechender Eukalyptuswälder und großflächiger Pinienwälder.  
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39. Tag: O Pedrouzo - Santiago de Compostela ca. 19,4 km

Ein letztes Mal den Rucksack aufgesetzt und auf geht es in die letzte Etappe deiner Wanderreise auf dem Jakobsweg. Gespannt und ein bisschen aufgeregt läufst du die abwechslungsreiche Route. Viele sehenswerte Stopps lassen dich immer wieder anhalten und den letzten Tag noch einmal so richtig genießen. Vom Monte del Gozo- dem Berg der Freude, erhaschst du einen ersten Blick auf die Kathedrale von Santiago. Nur noch 5 Km, endlich hast du es geschafft! Im Anblick der imposanten Kathedrale und der anderen Mitpilger, übermannt dich ein unbeschreibliches Glücksgefühl. Voller Stolz holst du dir heute Nachmittag noch deine wohl verdiente Compostela ab.
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40. Tag: Verlängerung oder Abreise in Eigenregie aus Santiago de Compostela

Nach einem ausgiebigen Frühstück musst du heute leider schweren Herzens Abschied nehmen. Wir empfehlen dir noch ein paar Tage zu verlängern, um deine Camino Reise Revue passieren zu lassen und diese wunderschöne Stadt näher kennenzulernen.

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