TOP
Jakobwegsymbole
Camino de Santiago

Radreise Camino Francés: Roncesvalles – Santiago de Compostela 740km / 17 Tage

Radreise Camino Francés: Roncesvalles – Santiago de Compostela 740km / 17 Tage

/ per person
(0 Reviews)

Reisecode: RAD 149

Dein Reiseerlebnis

Wir organisieren deine Radreise auf dem Jakobsweg Camino Francés! Fast 70 Prozent aller Pilger entscheiden sich für den Camino Francés, den klassischen Jakobsweg, der nicht zuletzt durch Hape Kerkelings Buch so berühmt geworden ist. Insgesamt verläuft die Strecke ca. 800 km durch den Spanischen Norden, beginnend in St. Jean Pied de Port bis Santiago de Compostela. Seit 1993 ist der Camino Francés UNESCO-Welterbe. Die vielfältige Landschaft wird dich begeistern. Du durchfährst auf dem gesamten Weg vier verschiedene Regionen, alle mit eigenem Charakter und kulturellen Höhepunkten in großartiger kontrastreicher Natur. Historische Altstädte, Klöster, Burgen und römische Brücken erwarten dich, um nur einige zu nennen. Jede Region bietet ihre eigenen lokalen Spezialitäten, die du auf jeden Fall probieren solltest. Lass dir den Fahrtwind um die Nase wehen. Und das Beste ist, du hast das volle Jakobsweg- Erlebnis in Spanien in nur 17 Tagen! Informiere dich jetzt über deine Radreise auf dem Jakobsweg Camino Francés. Bei uns ist der Gepäcktransport immer inklusive!

Tägliche Anreise möglich, ganzjährig buchbar
Beste Reisezeit: März bis Oktober
Anforderung: Leicht bis Mittelschwer

Reisepreis pro Person im Doppelzimmer ab 1.833,00 € p. P.
Reisepreis pro Person im Einzelzimmer ab 2.240,00 € p. P.
***Aufpreis E-Bike p. P. 1.308,00€ für die gesamte Mietdauer***

Eingeschlossene Leistungen:

• 16 Übernachtungen mit Frühstück im Doppelzimmer
oder Einzelzimmer mit eigenem Badezimmer
• Einfache, ordentliche, landestypische Unterkünfte
• Täglicher Gepäcktransport von Unterkunft zu Unterkunft
(1 Gepäckstück à max. 20 kg)
• Eine MP3 Audioguide-Tour in Santiago de Compostela
• Käseverkostung in einer Käserei in der Altstadt
(nur Montag bis Samstag)
• Ein Pilgerausweis und eine Pilgermuschel pro Person
• Infopaket mit Hoteladressen, Etappenkarten
• Deutschsprachiges Serviceteam vor Ort
- telefonisch 24/7 erreichbar
• Unfallversicherung auf dem kompletten Weg. Hinweis bezüglich Unfall/Panne: ein
platter Reifen ist keine Panne!
• Fahrrad inkl. Zubehör

Wichtige Informationen zu deinem Rad findest du hier

Zubuchbare Leistungen:

Zusatznächte

In allen genannten Orten auf Anfrage

Dreibettzimmer

10 % Ermäßigung für die dritte Person

Halbpension

23,00 € pro Person und pro Nacht

Transfer für max. 3 Personen

Flughafen León – León auf Anfrage

Transfer für max. 3 Personen

Santiago – Santiago Flughafen 35,00 €

Transfer

Zwischen den Etappen auf Anfrage

Nicht eingeschlossene Leistungen:

• An-/Abreise
• Mittag- und Abendessen
• Reiseversicherung
• Transfers per Taxi, Bus oder mit anderen Verkehrsmitteln
• Safety Car

Gut zu wissen

Die An- und Abreise gestaltest du in Eigenregie. Der nächste Flughafen für deine Anreise ist in León. Der nächste Flughafen für deine Abreise ist in Santiago de Compostela. Zum Ausgangspunkt deiner Wanderung kommst du mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Vor Ort benötigst du Englischkenntnisse und/oder Spanischkenntnisse

Körperliche Grundfitness und Erfahrung mit Radreisen sind von Vorteil.

Du solltest kleinere Reparaturen an deinem Leihfahrrad selbst durchführen können.

Die Jakobswege sind auch für Alleinreisende geeignet.

Bei eingeschränkter Mobilität nimm bitte Kontakt mit uns auf, damit wir dich individuell beraten können. Unsere Reisen sind im Allgemeinen für Personen mit Mobilitätseinschränkung nicht geeignet.

Die Einreise für deutsche Staatsbürger ist mit Personalausweis oder Reisepass möglich. Kinder benötigen ein eigenes Ausweisdokument.
Aktuelle Einreisebestimmungen und Sicherheitshinweise findest du unter: www.auswaertiges-amt.de

Wir empfehlen den Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung und einer Auslandskrankenversicherung!

Herbergen

Du übernachtest während deiner Jakobswegreise in handverlesenen Unterkünften. In kleineren Ortschaften sind die kleinen einfachen Hotels, Pensionen und Landhäuser persönlich geführt und versprühen den wunderbaren Charme dieser Region. In größeren Ortschaften und Städten liegen die 3-4 Sterne Hotels immer in Zentrumsnähe, damit du die Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß erreichen kannst. Wir versuchen dich immer in unseren bevorzugten Unterkünften unterzubringen. Sollte das einmal nicht möglich sein, buchen wir dir ein Zimmer in der gleichen oder einer höherwertigen Kategorie. Außerdem behalten wir uns leichte Änderungen der Tagesetappen vor. Für einen guten Start in den Tag ist auf all unseren Caminoreisen das Frühstück bereits inbegriffen. Dein Zimmer ist selbstverständlich mit eigenem WC und Dusche ausgestattet.

Tour Plan

1

1.Tag: Anreise in Eigenregie nach Roncesvalles

Herzlich Willkommen in Roncesvalles, am Fuße der beeindruckenden Pyrenäen! Hier laufen die müden Pilger ein, die die 1.344 Höhenmeter zu Fuß über den Ibaneta Pass überwunden haben. Das Bergdorf ist bekannt für die Schlacht von Roncesvalles. Die Truppen Karls des Großen waren auf dem Rückzug aus Nordspanien (nachdem Sie Pamplona dem Erdboden gleich gemacht hatten) und sind durch einen Hinterhalt von baskischen Truppen vernichtet worden. Ein großer Stein am Pass erinnert an diese berühmte historische Schlacht. Besuche das altes Augustinerkloster und hole dir deinen ersten Stempel für dein Pilgerbuch. Dein Fahrrad übernimmst du in deiner Unterkunft. Schon morgen beginnt dein Raderlebnis!
2

2.Tag: Roncesvalles - Pamplona ca. 42 km

Du eroberst heute ganz bequem bergab den ersten Teil deiner Etappe. Für den Weg ab der Passhöhe von Erro bis nach Zubiri solltest du eventuell die Landstraße wählen. Dieser Teil ist nur bei guten Lichtverhältnissen und für geübte Mountainbiker empfehlenswert. Im weiteren Verlauf wirst du dein Rad manchmal schieben oder tragen müssen, wenn du auf dem Jakobsweg bleiben möchtest. Pamplona ist eine typisch spanische Stadt voller Leben und Stimmengewirr. Bummle am Abend durch das Gewimmel der Gassen und lasse dich von der Lebensfreude mitreißen. Es gibt unzählige Restaurants und Bars, in denen du deinen Abend gemütlich ausklingen lassen kannst. Bekannt ist die Hauptstadt der Region Navarra leider vor allem durch das bekannte Stiertreiben 'San Fermín'. Die freigelassenen Tiere werden durch die engen Gassen der Stadt gejagt. Dreh- und Angelpunkt Pamplonas ist die arkadengesäumte Plaza del Castillo mit ihren Terrassencafés, dem verspiegelten Café Iruña und Ernest Hemingways Stammhotel La Perla. Vom Café beobachtete der Schriftsteller gerne Navarras schöne Frauen.
3

3.Tag: Pamplona - Estella ca. 46 km

Ein neuer Tag beginnt. Du radelst durch sanftes Hügelland. Der Jakobsweg führt dich über den Bergzug bei Alto del Perdón über den Sierra del Perdón (Berg der Läuterung). Hier steht eine oft fotografierte Skulptur eines Pilgerzuges. Wenn du genügend Zeit hast, plane einen kleinen Umweg ein und erstatte der romanischen Kirche Santa Maria de Eunate einen Besuch. Weiter geht es nach Puente de la Reina. Der Ort verdankt seinen Namen der wunderschönen historischen Brücke, die gebaut wurde, um den Pilgern die Überquerung des Flusses Arga zu ermöglichen. Einige Kilometer vor Puente la Reina vereinigen sich der aragonesische und der navarresische Zweig des Jakobsweg zum Camino Francés. Nach einer kurzen Mittagspause mit leckeren Tapas, erwartet dich wieder dein Pilgerweg. Eingebettet in eine weitläufige hügelige Landschaft leitet er dich durch die ersten Weinberge nach Estella.
4

4.Tag: Estella - Logroño ca. 49 km

Der Jakobsweg führt dich weiter über Los Arcos, Torres del Río und Viana nach Logroño. Wenn du einige schöne Teilabschnitte des Weges nicht verpassen möchtest, musst du dein Rad leider ab und zu schieben. Ansonsten bleibt dir nur der Weg über die Nationalstraße. Du kommst nach Ayegui und kannst gar nicht anders, als bei dem Benediktinerkloster Monasterio de Santa Maria de Irache eine kleine Pause einzulegen. Das Kloster ist eines der ältesten Klöster Navarras. Die ganz in der Nähe liegende, Weinkellerei Bodegas Irache ist nicht weniger berühmt. An dem öffentlichen Weinbrunnen können Pilger ihren Durst löschen. Vielleicht hast du heute ein Tag voller Begegnungen? Denn genau das macht den Camino aus. Es sind die zwischenmenschlichen Beziehungen, die ihn so interessant machen. Man trifft jeden Tag Menschen und kommt immer wieder mit ihnen ins Gespräch. Es sind schöne, interessante Begegnungen, die es so im normalen Leben eher selten gibt. Logroño ist die Hauptstadt der Provinz La Rioja. Die Rioja ist das wichtigste Weinanbaugebiet Spaniens. Im Herbst, zur Zeit der Weinlese, findest du überall prallgefüllte Weinstöcke mit saftigen blauen Trauben. Logroño ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Region und Sitz einiger bedeutender Bodegas, wie die Weinkeller in Spanien heißen. Die Römer bauten hier die erste Brücke über den Ebro, lange bevor Westgoten und Mauren die Stadt einnahmen. Nach der Vertreibung der maurischen Herrscher erhielt die Stadt Ende des 10. Jahrhunderts Stadtrechte. Eine neue Brücke über den Ebro machte Logroño nun zu einer wichtigen Station der Pilger auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela.
5

5.Tag: Logroño - St. Domingo de la Calzada ca. 50 km

Du radelst heute teilweise auf wenig befahrenen Landstraßen und manchmal auch auf Landstraßen und Feldwegen in der Nähe der Autobahn. Navarrete, Nájera, Azofra und Cirueña sind nur einige der Orte, die du heute durchquerst. Über die Navigation brauchst du dir auf dem gesamten Weg keine Sorgen zu machen. Der Jakobsweg  ist hervorragend ausgeschildert. Überall findest du Zeichen und Markierungen in Form von gelben Pfeilen und Muscheln. Das Highlight in Santo Domingo ist die Kathedrale mit dem gegenüberliegenden gotischen Käfig, in dem lebende Hühner gehalten werden. Einer Legende zufolge wurde ein junger Pilger, der mit seinen Eltern auf der Pilgerfahrt nach Santiago war, zu Unrecht in der Stadt gehängt. Er verschmähte die Liebe einer Wirtstochter. Diese steckte ihm gekränkt einen silbernen Becher ins Gepäck und bezichtigte ihn aus Rache des Diebstahls. Der Sohn wurde zum Tode verurteilt und gehängt. Als die Eltern den Baum besuchten, an dem das Urteil vollstreckt wurde, stellten sie überrascht fest, dass ihr Sohn am Galgen hängend noch lebte. Der Heilige Jakobus trug ihn die ganze Zeit auf seinen Schultern. Die Eltern berichteten eiligst dem Richter von diesem Wunder. Der Richter glaubte ihnen nicht und sagte, dass der Sohn so lebendig sei, wie die beiden gebratenen Hühner, die er gerade verspeisen wollte. Daraufhin erwachten die Hühner und flogen davon. Seitdem werden in dem Käfig der Kathedrale ein Hahn und eine Henne gehalten und wenn sie krähen, bringt das dem Pilger Glück für den weiteren Weg.  
6

6.Tag: St. Domingo de la Calzada - Atapuerca ca. 52 km

Heute morgen verlässt du die Rioja und radelst weiter durch die autonome Gemeinschaft Kastilien und León. Bergauf und bergab bewegst du dich mit deinem Fahrrad durch viele kleine Orte, deren Entwicklung eng mit dem Jakobsweg verbunden ist. Vorbei an ehemaligen Pilgerhospizen und vielen kleinen Kirchen, könntest du einen Stopp in Tosantos einlegen. Die Ermita Nuestra Señora de la Peña ist in den Berg gebaut und ist auf jeden Fall ein tolles Fotomotiv. Im Inneren findest du eine Marien Statue. Wenn du auf dem Jakobsweg bleibst, wirst du auch heute dein Fahrrad teilweise schieben müssen. Der Untergrund besteht oft über Kilometer aus Schotter und ist sehr steil. Auf Waldwegen und Feldwegen radelst du weiter deinem Ziel Atapuerca entgegen. Atapuerca ist weltberühmt. In den nahe gelegenen Höhlen der Hügellandschaft wurden fossile menschliche Knochen entdeckt. Eine Besiedlung der Region vor über 800.000 Jahren, durch Vorfahren der Neandertaler, wurde durch diesen sensationellen Fund belegt. Einen Besuch dieser Höhlen solltest du unbedingt einplanen.
7

7.Tag: Atapuerca - Castrojeriz ca. 61 km

Nach ca. 20 km erreichst du heute Vormittag Burgos. Wenn du kunsthistorisch interessiert bist, solltest du dir genügend Zeit für eine ausführliche Besichtigung nehmen. Einen Besuch der Kathedrale solltest du aber auf jeden Fall einplanen. Hier kannst du dir auch deinen Tagesstempel für deinen Pilgerpass abholen. Die Kathedrale von Burgos ist die einzige Kathedrale, die 1984 als Einzelgebäude zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Bei einem Bummel durch die belebten Gassen und Straßen lernst du diese schöne Stadt näher kennen. Hinaus aus der belebten Stadt erreichst du bald den Anfang der Meseta. Das Wort Meseta ist auf das spanische Wort mesa (Tisch, Platte) zurückzuführen. In dieser ca. 200.000 km² große Hochebene findest du kaum Bäume. Im Sommer herrscht brütende Hitze und im Winter kalte Winde und frostige Temperaturen. Du wirst wahrscheinlich froh sein, die karge Meseta mit dem Fahrrad zu durchfahren. Langsam ansteigend zieht sich der Jakobsweg durch diese außergewöhnliche und faszinierende Landschaft. Auf deiner Fahrt zu deinem Etappenziel kommst du am Kloster San Anton vorbei. Von dem ehemaligen Kloster kann man noch die Mauern der Kirche, den früher überdachten Spitzbogen und zwei Einbuchtungen erkennen, durch die leprakranke Pilger Essen bekamen. Die Straße führt direkt durch die einstige Nordvorhalle. Castrojeriz liegt am Fuße eines 900m hohen Tafelberges auf dem eine Burgruine thront. Der etwas mühselige Aufstieg lohnt sich wegen des tollen Blicks auf jeden Fall!  
8

8.Tag: Castrojeriz - Carrión de los Condes ca. 44 km

Leicht wellig zieht sich die Landschaft dahin, ab und an eingerahmt von einigen Bergzügen. Deine Fahrt auf den langen geraden Strecken wird heute wahrscheinlich nur von den zahlreichen Vögeln begleitet. Alle paar Kilometer taucht ein kleines Dorf am Horizont auf. Du überholst die Pilger, die sich Schritt für Schritt ihren Weg auf dem Camino Francés erobern. In der Provinz Palencia geht es über die weite karge Tierra de Campos voran. Der Camino führt dich nun mehrere Kilometer an einem alten Bewässerungskanal entlang bis nach Frómista. Für die bedeutende romanische Kirche San Martín in Frómista, solltest du dir ein bisschen Zeit gönnen. Sie stammt aus der Mitte des 11. Jahrhunderts und ist ein Meisterwerk der frühesten romanischen Kirchen Spaniens. Weitere Kirchen säumen deinen Weg. Carrión de los Condes liegt am Ufer des Rio Carrión. Früher war die Stadt sehr wohlhabend, viele Kirchen und das Kloster San Zoilo sind noch heute Zeugen der Vergangenheit.  
9

9.Tag: Carrión de los Condes - El Burgo Ranero ca. 57 km

Ein weiterer Tag in der Meseta steht an. Der Abschnitt bis Calzadilla de la Cueza ist zumindest für Fußpilger eine echte körperliche und auch geistige Herausforderung. Durch die absolut flache und dazu oft einsame eintönige Landschaft, ohne nennenswerten Schatten, haben die Pilger nicht das Gefühl voran zu kommen. Hier ist Durchhalten angesagt. Du radelst weiter, teilweise auf Schotterpisten und entlang der Landstraße, bis nach Sahagún. Die Kirche San Lorenzo ist ein schönes Beispiel für den von den Mauren beeinflussten Baustil. Ab Sahagún verläuft die Strecke bis Burgo de Ranero oft in der Nähe der Autobahn entlang. Du kannst dich auch für eine der beliebteren Nebenrouten entscheiden.
10

10.Tag: El Burgo Ranero - León ca. 38 km

Immer den gelben Pfeilen folgend kommst du durch die Orte Reliegos, Mansilla de las Mulas , Puente Villarente und Arcahueja gegen Mittag in León an. Du übernachtest in León und kannst so am Abend in das quirlige Leben eintauchen. Besuche unbedingt eine der hervorragenden Tapas-Bars in dem Viertel Barrio Húmedo. Auch tagsüber kannst du viel in León entdecken. Diese Stadt ist ebenfalls ein Mekka für Kunstinteressierte.    
11

11.Tag: León - Astorga ca. 53 km

Auf den Sattel und hinaus aus der Stadt! Nur noch ca. 300 km bis Santiago! Die Landschaft hinter León ist immer noch karg, aber nicht mehr so weitläufig und eintönig wie die Meseta. Nach Virgen del Camino kannst du dich entscheiden, ob du an der Nationalstraße weiter fahren möchtest oder eine landschaftlich schönere Wegalternative wählst. Leicht bergab führt dich der Camino Francés bis nach Hospital de Orbigo. Die Region ist landwirtschaftlich geprägt, das ist vor allem der Nähe zum Río Òrbigo zu verdanken, der ein gutes Bewässerungssystem zulässt. Die Landschaft wird grüner und du radelst bergan und bergab. Genieße einige Minuten das wunderbare Panorama am Wegkreuz von Santo Toribio. Die Türme der Kathedrale von Astorga ragen vor den Bergen empor und bieten eine fantastische Kulisse. Bergab rollst du weiter bis Astorga. Die Stadt liegt auf ca. 850 m Höhe in der Nähe der Montes de León und ist ein wichtiger Knotenpunkt der Jakobswege.Hier trifft der Jakobsweg Via de la Plata aus Sevilla auf den Camino Francés. Astorga war schon zu Zeiten der Römer eine sehr bedeutende Stadt. Aber nicht nur die Römer haben ihre Spuren hinterlassen, sondern auch Antonio Gaudí. Er gestaltete den Bischofspalast in seinem neugotischen Jugendstil.
12

12.Tag: Astorga - Ponferrada ca. 53 km

Deine heutige Etappe von Astorga nach Rabanal del Camino gehört zu einem der schönsten Abschnitte des Camino Francés. Die Landschaft ist wieder leicht hügelig und dein Weg verläuft fast immer abseits der Straßen. Am Horizont siehst du die sanften und grünen Berge der Gebirgskette Montes de León. Ganz leicht ansteigend geht es nun nach Rabanal. Die Bewohner dieser Gegend, der Maragatería, haben sich noch viele ihrer Traditionen bewahrt. Dir fällt auf, dass auch die Dörfer durch ihre traditionelle Baukunst, einzigartig sind. Nach Rabanal, auf dem Weg zum berühmten Cruz de Ferro, steigt der Jakobsweg an. Hier musst du ein bisschen kräftiger in die Pedale treten. Mit über 1500 m Höhe erreichst du den höchsten Punkt des Camino Francés. Schon von weitem erkennst du den imposanten Holzstamm mit dem Eisenkreuz auf der Spitze. Seit tausenden von Jahren ist es Pilgertradition, an diesem symbolträchtigen Ort einen Stein abzulegen. Diesen Stein bringen Pilger in der Regel von zu Hause mit und legen ihn an dieser Stelle des Jakobsweges als “persönliches Päckchen” ab. Das Cruz de Ferro umgibt mittlerweile ein gigantischer Haufen an Steinen. Hier verbringst du sicher einige Zeit mit dem betrachten der Steine und Botschaften, die hinterlegt wurden. Nun beginnt die Abfahrt. Wenn du bisher auf dem ursprünglichen Jakobsweg unterwegs warst, solltest du für diese 20 km die Straße befahren. Die Straße ist sehr steil und kurvig. Du erreichst nach dieser abwechslungsreichen Tour die Hauptstadt der Region Ponferrada.
13

13.Tag: Ponferrada - O Cebreiro ca. 52 km

In Ponferrada ist die Besichtigung der mächtige Templerburg sozusagen ein 'Muss'. Zahlreiche Legenden umranken die Existenz des Templerordens. Bei einer Führung mit deutschsprachigem Audioguide tauchst du tiefer in die Geschichte der Tempelritter ein. Nach dieser kulturellen Abwechslung beginnt dein weiterer Weg durch die Ebene durch das Weinanbaugebiet. Unterwegs findest du einige verlockende Möglichkeiten eine leckere Weinprobe zu machen. Oft wird neben dem Wein auch noch ein Stückchen schmackhafte Empanada (gefüllte Teigtaschen) gereicht. Wenn du dich für die Fahrt auf dem Camino entscheidest, erwartet dich bis Villafranca del Bierzo ein stetiges auf und ab über steinige Feldwege und Schotterpisten. Villafranca del Bierzo wird wegen seiner vielen Kirchen und anderer Monumente auch ,das kleine Compostela' genannt. Schwupps, schon sitzt du wieder im Sattel und radelst weiter. Wenn du lieber in einer etwas ruhigeren Umgebung fahren möchtest, ohne Autolärm, dann wähle die Variante auf dem Camino Duro. Die Wegalternative ist zwar anstrengender, du wirst aber durch einen wunderschönen Weitblick auf das Tal belohnt. Über dem Ort Vega de Valcarce thront das Castillo de Sarracin, welches dem Templerorden gehörte. Kaiser Karl V. übernachtete dort, als er zur Kaiserkrönung nach Deutschland reiste. Zum Abschluss deines schönen Tages erwartet dich noch eine anstrengende Etappe. Aber du bist inzwischen so fit, das schaffst du! Der Pass wird in Pilgerkreisen 'Oh! Krepiero' genannt. Du hast mit Erklimmen des Passes auch die erste Stadt in Galicien erreicht.
14

14.Tag: O Cebreiro - Sarria ca. 39 km

Das Bergdorf O Cebreiro liegt auf ca.1300 m. Du hast bestimmt noch genug Zeit, dir das alte keltische Dorf anzuschauen. Im Ort gibt es noch heute die pallozas. Diese kleinen runden strohgedeckten Häuser, die keine Fenster und keinen Abzug hatten, gehen auf die 2.500 Jahre alte Bautradition der Kelten zurück. Galicien hat ein ganz anderes Klima als Kastilien-León. Hier ist es viel grüner, etwas frischer und regnerischer. Aber irgendwo muss diese üppige Natur ja herkommen! Über eine weitere Passhöhe erreichst du Alto do Poio. Wie mit eingebautem Rückenwind, fährst du danach eine traumhafte Abfahrt auf einer breiten, gut ausgebauten Straße bergab. Die Landschaft ist überhaupt nicht mehr mit den vorherigen Tagen zu vergleichen. Tritt für Tritt eroberst du deinen Weg durch wildromantische Wälder, Auen, durch idyllische Orte und an schimmernden kleinen Bächen vorbei. Bist du Kulturliebhaber? Dann wähle die Route über den Ort Samos. Auf der bereits im Mittelalter genutzten Strecke wechseln sich eine Reihe von alten Klöstern und Kirchen ab.      
15

15.Tag: Sarria - Melide ca. 62 km

Sarria ist einer der beliebtesten Startpunkte für Fußpilger auf dem Camino Francés. Wer hier losläuft hat sich seine Pilgerurkunde bei Ankunft in Santiago de Compostela verdient. Es müssen mindesten 100 km zu Fuß gegangen werden oder 200 km mit dem Fahrrad gefahren werden, um die Pilgerurkunde zu erhalten. Aus diesem Grund sind auf diesem Streckenabschnitt weitaus mehr Pilger unterwegs, als bisher. Die Fahrt auf der Straße bietet sich ab hier auf jeden Fall an. Vorbei an kleinen Kirchen und Pilgerherbergen radelst du auf dem anspruchsvollen Weg über Berge und Täler. Portomarin, ein hübscher Ort auf deinem Weg, versank im aufgestauten Fluss Miño und musste umgesiedelt werden. Über eine lange Brücke erreichst du das mittelalterliche Stadtzentrum mit seinen gemütlichen Cafés. Wieder im Sattel fährst du durch würzig duftende Wälder, Kilometer um Kilometer dem wunderschönen Hochplateau der Sierra Ligonde entgegen. Kaiser und Könige sollen bereits auf diesem Weg, durch den ehemaligen Sitz der Ritter von Santiago, gepilgert sein. Bei deinen kleinen Pausen, kommst du schnell mit anderen Pilgern ins Gespräch. Wahnsinn, aus welchen Ländern sie alle hier her gekommen sind! Rechts und links des Weges bemerkst du immer wieder Kornspeicher. Diese auf Stelzen gebauten Hórreos werden traditionell zur Lagerung von Feldfrüchten und Mais genutzt. In Melide solltest du unbedingt die typisch galicische Spezialität probieren. Das Restaurant 'Polbeira Ezequiel' ist für seinen hervorragenden Pulpo a la Gallega bekannt.
16

16.Tag: Melide - Santiago de Compostela ca. 53 km

Auf einer ständig leicht ansteigenden, aber abwechslungsreichen Etappe, führt dich der Jakobsweg weiter durch Eichenwälder und intensiv duftende Eukalypthushaine. Kleine mittelalterliche Örtchen, Kirchen und schön gestaltete Höfe bewegen dich immer wieder dazu einmal innezuhalten und zu fotografieren. In deinem Pilgerpass haben sich mittlerweile schon viele interessante Stempel angesammelt. Arzúa erwartet dich mit seinem berühmten Käse und leckeren Churros de Chocolate, die sind sicher eine Sünde wert. Du hast es fast geschafft! Vom Monte del Gozo, dem Berg der Freude, erhaschst du einen ersten Blick auf die Kathedrale von Santiago. Schon sitzt du wieder im Sattel, nur noch 5 Km! Im Anblick der imposanten Kathedrale und der anderen Mitpilger, übermannt dich ein unbeschreibliches Glücksgefühl. Auf dem Praza do Obraido fährst du eine Ehrenrunde! Voller Stolz holst du dir heute Nachmittag noch deine wohl verdiente Compostela ab.  
17

17.Tag: Verlängerung oder Abreise in Eigenregie aus Santiago de Compostela

Nach einem ausgiebigen Frühstück musst du dich heute leider von Galicien verabschieden. Verlängere doch noch ein paar Tage und entdecke die alten Paläste oder die grünen Parks von Santiago. Vielleicht hast du auch noch Lust, einen Ausflug nach Finisterre zu machen.

Tour Location

Dir hat unsere Tour gefallen?

Dann sag es weiter und bewerte uns!

0.0
Rating 0
Ablauf vor Ort 0
Buchungsabwicklung 0
Unterkünfte 0

Post a Comment

Du hast noch Fragen?